Operatives Alpha


Definition

Das Operative Alpha ist die Differenz zwischen dem aktuellen Wert einer Kennzahl und dem Operativen Index des relevanten Peer Universums.

Beschreibung

Weil für die Definition des Peer Universums die Perspektive eines Investors eingenommen wird, ist das Operative Alpha ein Indikator für das Investoren Alpha (zum Beispiel des Jensen-Alphas), also der Differenz zwischen der Aktienrendite des Unternehmens und der Durchschnittsrendite eines Vergleichsindexes.

Die beste Vorhersage für das Investoren Alpha ist vom Operativen Alpha des Economic Value Added (EVA Alpha) oder vom Operativen Alpha des Nettogewinns (Nettogewinn Alpha) zu erwarten, weil diese Kennzahlen in der Bewertungstheorie langfristig den Unternehmenswert bestimmen.

Gute Resultate sind auch vom Operativen Alpha des Umsatzwachstums, der EBIT Marge und der Umschläge des investierten Kapitals zu erwarten, da die entsprechenden Marktmultiples (Sales Multiple, EBIT Multiple, Price-to-Book Ratio) für die empirische Unternehmensbewertung von zentraler Bedeutung sind.




Anwendung

Die Analysen des Operativen Alphas werden durch die Obermatt AG durchgeführt. Das Operative Alpha einer Kennzahl ist, im Gegensatz zur absoluten Kennzahl, selbst frei von Fehlschlüssen in der Interpretation. Eine positive Alpha-Entwicklung ist immer gut, eine negative Alpha-Entwicklung immer schlecht. Bei absoluten Kennzahlen ist das nicht der Fall. Eine positive absolute Kennzahlen-Entwicklung muss nicht unbedingt gut sein. Die ist dann nämlich nicht der Fall, wenn sich der Operative Index noch mehr verbessert.

Wie in der Grafik oben illustriert, kann ein solcher Fehlschluss schnell entstehen. Rein intern betrachtet, ist die Marge in 2003 und 2007 am höchsten. Gegenüber dem Markt betrachtet, ist die Marge in 2007 aber am schlechtesten. Rein intern betrachtet, ist die Marge in 2005 am kleinsten. Gegenüber dem Markt betrachtet, ist die Marge dann aber am besten (am höchsten gegenüber dem Operativen Index, respektive fast beim dritten Quartil oder 75. Perzentil). Auch lässt sich erkennen, dass die Leistung in 2004 gleich gut war wie in 2003, obwohl sich die Marge von 6.3% auf 5.4% verringerte. Der Grund liegt darin, dass sich auch der Operative Index um diese Differenz senkte. Obermatt hat die Erfahrung gemacht, dass solche Fehlschlüsse in rund vier von fünf internen Kennzahlen-Betrachtungen auftreten. Obermatt unterstützt seine KundInnen dabei, solche Fehlschlüsse in der Leistungsmessung zu vermeiden.

Beispiel

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